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"Wer fährt, trinkt nicht!"

11. November 2011

Polizeioberkommissar Frank informiert während des Kurzworkshops über Unfallzahlen im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Oberkommissar Frank vom Regionalen Verkehrsdienst Cölbe führte an den BSK einen Kurzworkshop zur Vermeidung von Alkohol- und Drogenfahrten in den Klassen 11FOW3 und 11FOW4 durch. Seit ca. 5 Jahren ist es das Ziel des Projektes „Verkehrssicher in Mittelhessen“ , die Zahl der Verkehrsunfälle mit schweren Folgen zu senken. Eine Zielgruppe des Projektes seien die 17-24 jährigen Verkehrsteilnehmer, so Oberkommissar Frank, da diese laut Unfallstatistiken an 25% aller Unfälle beteiligt sind, obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lediglich 8% beträgt. Aus diesem Grund nahmen bereits 2 Klassen der BSK im September am Workshop teil, und 6 weitere werden im Verlauf des Schuljahres folgen.

Um für das Thema des Workshops zu sensibilisieren, wurde zu Beginn eine Serie von Unfallfotos aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf gezeigt. Danach listeten die Schüler in Kleingruppenarbeit mögliche Ursachen für Verkehrsunfälle auf. In einem sich anschließenden Gespräch wurde nicht nur auf die aktuelle Rutschgefahr wegen feuchtem Laub auf der Fahrbahn hingewiesen, sondern auch verschiedene Verhaltensweisen bei Wildunfällen durchgespielt. Ebenso wurden auch über Handlungsoptionen bei Müdigkeit, zum Beispiel nach einer langen Diskonacht, nachgedacht und die reaktionseinschränkende Wirkung von Alkohol und Drogen besprochen.

 

Schüler der Klasse11FOW4 notieren in Kleingruppenarbeit mögliche Unfallursachen.

 

Um die alles verändernden und vor allem langfristigen Folgen von schweren Verkehrsunfällen besser abschätzen zu können, zeigte Oberkommissar Frank den Teilnehmern des Workshops den Film „Die tragische Geschichte der Jaqueline“. Dieser thematisiert nicht nur den Schmerz von Freunden und Angehörigen, sondern zeigt auch eindringlich, mit welchen körperlichen und seelischen Schmerzen Unfallopfer und ihre Angehörigen ein Leben lang zu kämpfen haben. Auch die Perspektive des Unfallverursachers wird berücksichtigt, indem die Auswirkungen seiner Schuldgefühle auf sein Leben dargestellt werden.

Als eine mögliche Lösung zur Vermeidung von Alkohol und Drogenfahrten stellte Oberkommissar Frank zum Abschluss des Workshops die Aktion BOB vor, welche im Rahmen des Projektes „Verkehrssicher in Mittelhessen“ ins Leben gerufen wurde: Die Idee stammt ursprünglich aus Belgien und BOB ist keine Abkürzung, sondern ein Fantasiename. BOB kann jeder sein, der die Verantwortung für seine Clique übernehmen möchte. Das bedeutet: Der BOB trinkt keinen Alkohol (d.h. Null Komma Null Promille) und fährt seine Freunde sicher nach Hause. Man erkennt den BOB an einem mitgeführten Schlüsselanhänger. An der Aktion teilnehmende Gaststätten schenken bei Vorlage des Schlüsselanhängers ein alkoholfreies Getränk gratis aus. Weitere Informationen zur Aktion BOB und den Vertriebsstellen des Schlüsselanhängers unter www.aktion-bob.de .

     

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